Die Landschaft war wieder völlig monoton, alles flach, alle Dörfer gleich (zumindest für unsere Augen). Am besten man verschläft die 6 bis 7 Stunden!
In Siam Reap angekommen wurden wir von einem Tuk-Tuk-Fahrer abgeholt, der vom Hotel geschickt worden war. Das hatten wir für drei Nächte vorgebucht, um nicht wieder erst vor Ort suchen zu müssen. Es entpuppte sich als schöne alte Kolonialvilla in relativ zentraler, aber doch ruhiger Lage.
Wir hatten den Abend noch Zeit und liefen Richtung Pub Street, wohin wohl jeder Tourist muss. Es handelt sich dabei nicht um eine Straße, sondern um ein ganzes Viertel, in dem sich Bars, Restaurants, Reisebüros, Souvenirgeschäfte, Hotels und alles was der Tourist sonst noch braucht, aneinanderreihen. Außerdem gibt es noch einen Zentralmarkt (neben weiteren Nachtmärkten). Ein riesiger Touristenrummel, der hier täglich stattfindet. Von dem was wir bisher gesehen hatten, hätten wir uns vorher nicht vorstellen können, dass es so eine Stadt in Kambodscha gibt.
Wir suchten uns ein "normales" Restaurant zum Essen und marschierten ins Hotel zurück. Fritz hat diesmal wieder keine frittierten Vogelspinnen gegessen, obwohl er es vorher angekündigt hatte und es mehrere Stände gab, die sie anboten!
Alles, was ich bis dahin von Angkor gelesen und gesehen hatte, hob die Einzigkartigkeit und Erhabenheit der gesamten Anlage hervor, aber keiner hatte was von den vielen chinesischen, japanischen und sonstigen asiatischen Reisegruppen erwähnt, die in Scharen über das Gelände geführt werden und eigentlich nur einen spektakulären Hintergrund für ihre Selfies suchen, die sie an jeder nur erdenklichen Stelle und in allen möglichen gekünstelten Positionen von sich machen. Dabei setzen sie sich über jedes Hindernis hinweg. Wir als gesittete Europäer sind da absolut in der Minderheit und mit unserer anerzogenen Höflichkeit nicht im Mindesten geeignet, sich gegen die asiatische Übermacht zur Wehr zu setzen. Trotz alledem waren wir von den Khmer-Tempeln und den riesigen Ausmaß der Anlagen schwer beeindruckt.
| Ansturm auf Angkor |
| Angkor Wat |
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| Anstehen für's Foto |


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