Dienstag, 20. Dezember 2016

Hanoi

Nach einer Nacht in einem richtigen Bett sieht die Welt schon wieder anders aus. In unserem Hotel wacht man relativ früh auf, weil die Zimmermädchen sich laut im Treppenhaus unterhalten, was für uns eher wie Schreien klingt. Da wird hin und her gerufen, es scheppert und kracht und man könnte meinen, die Gäste sollen möglichst geweckt werden, damit die Zimmer gemacht werden können. Wir wohnen mitten in der Altstadt und vom frühen Morgen an hört man schon das Gehupe der Autos und Mopeds, am Anfang noch dezent. Das Hupkonzert steigert sich im Laufe des Tages von Stunde zu Stunde bis es am Abend seinen Höhepunkt erreicht. So war es zumindest an unserem ersten Tag. Den ganzen Tag lang war es bewölkt und dunstig. Wir konnten nicht entscheiden, ob der Dunst natürlichen Ursprungs ist oder von den Abgasen kommt. Auf alle Fälle kann es nicht gesund sein, den ganzen Tag diese Luft einzuatmen und ich kann mir nicht vorstellen, dass der Mundschutz, den hier viele tragen, tatsächlich hilft.

Nach dem Frühstück machten wir uns zur Stadtbesichtigung auf. Gleich in der Nähe liegt der Hoan Kiem See. Um den See herum waren die Straßen gestern gesperrt und gefühlt halb Hanoi flanierte um den See herum. Viele, viele Menschen, sehr sehr viele Kinder. Vielleicht war ja ein Feiertag oder vielleicht geht es hier auch immer so zu.



Verkehr
 
 
Brücke zum Jadebergtempel

Hoan Kiem See
 


Vom südlichen Ende des Sees liefen wir Richtung roter Fluss durch das französische Viertel, an der Oper vorbei und besichtigten das Historische Museum, danach die Kathedrale. Das an den Straßen entlang laufen ist hier nicht so einfach, weil die Bürgersteige alle paar Meter von Garküchen mit Minitischen und Hockern belegt sind, an anderen Stellen werden Mopedparkplätze betrieben, so dass man als Fußgänger oft auf die Straße ausweichen muss. Dort schlängeln sich die Mopeds von allen Seiten durch die Menge von Autos, Taxis und Bussen. Es gibt wenige Ampeln an großen Kreuzungen, die von den Verkehrsteilnehmern beachtet werden. Bei kleineren Kreuzungen darf man die Ampeln wohl ignorieren.

Bürgersteig

Am Abend waren wir in einem kleinen Straßenrestaurant essen und haben zum ersten Mal das einheimische Bier probiert. Ist kein Augustiner, aber schmeckt gut.

Am nächsten Tag waren wir im Literaturtempel und beim Ho-Chi-Min Mausoleum, sind zum roten Fluss gelaufen (nicht ganz so sauber wie die Isar) und haben uns in einem weiten Bogen wieder durch die Straßen zum Hotel durchgeschlagen, ohne überfahren zu werden.

Im Lietraturtempel

Mausoleum Ho-Chi-Minhs

Pagode am Westsee

Kadaver im Roten Fluss

Abendverkehr

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